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Gesprächskreis Homosexualität


Liebe Freund:innen,  willkommen auf der neuen Webseite. Leider hat sich der »Pfarrsprengel Am Prenlauer Berg» aufgelöst, die Gemeinden haben sich getrennt. Wir bedanken uns für die Zusammenarbeit, insbesondere für die ⟩ Causa Pfarrer  Friedrich Klein.


Herzlich willkommen

unabhängig von Glaube, Religion und/oder Weltanschauung und selbstverständlich unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität. Wir laden ein zum Gespräch und zu den Veranstaltungen zum Thema Homosexualität und zu Themen queerer Lebensgestaltung. 

Der Gesprächskreis begann seine Arbeit 1982. Seitdem ermöglicht er Begegnung und Gespräch, setzt Impulse zur Integration und Gleichstellung homosexuell empfindender Menschen in Kirche und Gesellschaft. Ein wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Erinnerung an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus. Der Gesprächskreis kämpft gegen Homophobie und Transphobie. Er befördert wissenschaftliche und kulturelle Auseinandersetzung zu Fragen menschlicher Sexualität und Geschlechtsidentität. Seit 1987 hat er sein Zuhause in der Advent-Kirche.

⟩ [Geschichte des Gesprächskreises und Schwulenbewegung in der DDR]
⟩ [Gedenken an die homosexuellen Opfer des NS]
⟩  [Unsere Dokumente]


Die Corona-Krise zwang uns zur vorübergehenden Pause der Gesprächsabende.

Alle geplanten Veranstaltungen waren davon betroffen. Es geht vorsichtig, unter Einhaltung der aktuellen Hygeniebedingungen, weiter. Wir treffen uns am Dienstag, den 13. Juli 2021, bereits ab 17:00 Uhr auf dem Hof. Ein eingeschränktes Sommerfest und Wiedersehen! 

Ab Dienstag, den 13. Juli 2021, treffen wir uns bereits ab 17:00 Uhr  Gespräche, Unterhaltungen, ... , um 18:00 Uhr beginnt der thematische Abend. - Programm Juni - August 2021 (PDF) zum download.

Für Rückfragen per E-Maillothar.doenitz@advent-zachaeus.de oder
Telefon (Gesprächskreis) +49 30 91686981. Wenn Sie regelmäßige Informationen möchten, melden Sie sich für unseren Newsletter an. Aktuelle Informationen auch auf ⟩ Facebook. - Kontakt: lothar.doenitz@advent-zachaeus.de


Freitag, 23. Juli 2021 - 18:00 Uhr - Gottesdienst am Vorabend des CSD 

St. Marienkirche, Karl-Liebknecht-Straße 8, 10178 Berlin
Predigt: Bischof Christian Stäblein, (EKBO),  Berliner Bürgermeister und Kultursenator Klaus Lederer u. a.

Wie erwartet hat der Landesbischof Stäblein eine Erklärung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz zur Schuld an queeren Menschen verlesen. Darin heißt es u. a. : »,,, Als Kirchenleitung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz bitten wir vor Gott und den Menschen um Vergebung dafür, dass in unserer Kirche Menschen, die als homosexuell bezeichnet wurden, ausgegrenzt und diskriminiert worden sind. Wir benennen mit dieser Erklärung öffentlich, dass Entscheidungen Irrtümer waren und Verletzungen und Verwundungen bewirkten...«
Auch wenn nicht genannt, darin eingeschlossen sind die homosexuellen Mitarbeiter:innen, die aus dem Dienst in der Landeskirche  entfernt, das Theologiestudium oder die Predigerausbildung, wie beispielsweise Peter Birmele († 2011), Christian Pulz († 2021) und andere, abbrechen mussten oder sonst diskriminiert wurden.
Hier der Wortlaut  »Erklärung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz« und die Predigt von Bischof Stäblein.

 

Eine kleine Rückblende:
Pfarrer Pockrandt und Lektorin Motschmann haben 2017/2018 gemeinsam für die Festschrift zum 125jährigen Jubiläum der Immanuelkirche geforscht. In den Akten von Pfarrer Johannes Schwartzkopff  sind sie auf den Namen und das Schicksal von Pf. Friedrich Klein aufmerksam geworden. -  Seit dem Anfang 2018 das Schicksal von Pf. Friedrich Klein bekannt geworden war, kämpfte der Gesprächskreis Homosexualität der Ev. Advent-Zachäus-Kirchengemeinde Berlin-Prenzlauer Berg gemeinsam um die Rehabilitierung aller wegen Homosexualität aus dem Dienst entfernten Mitarbeiter der evangelischen Kirche.

Am 21. November 2018 kam es bei der Einweihung der Gedenktafel für Pfarrer Schwarzkopf  zu einer Kontroverse zwischen Pfarrerin Gardei (Beauftragte für Erinnerungskultur der EKBO), die die Gedenkworte sprach, und Lothar Dönitz vom Gesprächskreis Homosexualität. Auf der Gedenktafel wird an den Pfarrer Klein erinnert und an dessen Verurteilung nach § 175. Lothar Dönitz beklagte vehement das Fehlen des Hinweises auf den Fall des homosexuellen Pfarrers Klein. Mit Pfarrerin Gardei entstand seitdem ein verständnisvoller Dialog, der im Fall Pf. Klein zur Rehabilitierung führte. Der Dialog fand seine Fortsetzung  bis zu dieser Erklärung der EKBO. - DANKE!

Der Dialog mit Pfarrerin Gardei und Frau Wodinski wird am 10. August 2021 fortgesetzt.


Dienstag,  10. August 2021 - 18:00 Uhr »Ausgeschlossen. Diskriminiert. Verschwiegen.«

Frau Marion Gardei (Beauftragte für Erinnerungskultur der EKBO) und Lisa Wodinski
Bericht über das Ergebnis der Recherche der Aktenlage im Evangelischen Landeskirchlichen Archiv in Berlin und im Evangelischen Zentralarchiv zum Umgang der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und ihrer Vorgängerkirchen mit homosexuellen Mitarbeiter:innen und mit dem Thema Homosexualität.
Rehabilitierung der Homosexuellen, die aus dem Dienst in der Landeskirche entfernt wurden oder die das Theologiestudium oder die Predigerausbildung (Peter Birmele († 2011), Christian Pulz († 2021) und andere), abbrechen mussten. 


Samstag, 26. Juni 2021 - East Pride Berlin und CSD Berlin 2021
Für Freiheit und Demokratie! - Gegen Demütigung, Diskriminierung und Tyrannei!

Grußwort von Pf. Nils Huchthausen

Herzlich willkommen an der Adventkirche. Ich grüße euch, auch im Namen der Advent-Zachäus-Kirchengemeinde! Ich freue mich, dass der East Pride hier an der Adventkirche Halt macht. Seit fast 35 Jahren beherbergt unsere Kirche den Gesprächskreis Homosexualität. Und er ist nicht nur unser Gast, sondern gehört wesentlich zu unserer Gemeinde dazu. Darüber sind wir sehr glücklich. Zusammen mit dem Gesprächskreis stehen wir als Kirchengemeinde ein für Vielfalt und gegen die Diskriminierung queerer Menschen. Gottes Schöpfung ist bunt und divers. Und das ist gut so. 
Ich wünsche Ihnen und euch noch einen weiteren guten Verlauf des East Pride.
Und bleibt behütet.

2021-06 - Homophobie ist Sünde - Auszug aus dem Gemeindebrief Gethsemanekirche (PDF)

 

 

 


Wir lassen uns nicht unterkriegen, damit die neue Regenbogenfahne nicht wieder gestohlen werden kann, hängt sie an einem Balkon in der 2. Etage des Gemeindehauses. - Danke dem Spender!  

 

 

 


Auf Beschluss des Gemeindekirchenrates wurde am Donnerstag, den 10. Juni 2021 eine Regenbogenfahne angebracht. Am nächsten Tag bemerkte der Hausmeister, dass die Flagge abgerissen und gestohlen worden ist. Es wurde wegen Diebstahls und eines möglichen homophoben Hintergrunds Anzeige bei der Online-Polizeiwache erstattet.

 

 

 


 
Seelsorgeangebot für Menschen mit Diskriminierungserfahrung
»Kann man darüber sprechen? – Homosexualität als Frage an Theologie und Gemeinde«.

Vor über 39 Jahren, am 9. Januar 1982, beschäftigte sich die Ev. Akademie Berlin-Brandenburg (DDR) zum ersten Mal mit dem Thema Homosexualität.
Endlich 2021!
Die EKBO richtet ein neues Seelsorgeangebot für Menschen mit Diskriminierungserfahrung ein.
Ab März 2021 können Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Identität Diskriminierungserfahrungen in Kirchengemeinden oder in anderen kirchlichen Bezügen auf dem Gebiet der heutigen EKBO gemacht haben, mit einem Seelsorger anonym und vertraulich darüber sprechen. Der Berliner Pfarrer Matthias Motter ist dafür beauftragt. Er leistet dieses seelsorgliche Angebot neben seinem Dienst als Gemeindepfarrer.

  Kontakt zur Seelsorgestelle und weitere Informationen 

   https://www.ekbo.de/themen/detail/nachricht/auch-in-der-kirche-ist-menschen-aufgrund-ihrer-sexuellen-identitaet-unrecht-widerfahren.html


Dienstag,  14. September 2021 - 18:00 Uhr Jörg Rehmann »Herr Wunderwelt«

Jörg Rehmann, 1966 in Merseburg geborenen, in der DDR aufgewachsen, in Schkopau Kontakt mit dem Chemiewerk Buna, in Leipzig Kontakt und Erfahrungen zum »Arbeitskreis Homosexualität« der Evangelischen Studentengemeinde. Er erzählt autobiografisch in zwei Strängen aus seinem Leben.

Jörg Rehmann erzählt in seinem Roman    „Herr Wunderwelt“ vom Heranwachsen in der DDR und der Schwulenszene im Berlin zur Wendezeit.

 

 

 

 

 

 

 

 


Dienstag, 12. Oktober 2021 - 18:00 Uhr - Peter Rausch: Damals wars: »Johannes im Johannis Eck«

Die Kurzgeschichte »Johannes im Johannis-Eck« schrieb Rausch,  1977 oder 1978 nach einem Erlebnis von 1971 auf. Rauschs Zusammenfassung der Handlung, jahrzehnte später,  trifft es gut: »Eine Saufrunde half zwei jungen Nachwuchsschwulen, für eine Nacht ein Paar zu werden. ›Allein hätten wir es nie geschafft‹ war meine Antwort auf sozialistische Kollektivierung. Ich wollte, dass die ›allseitige Entfaltung der sozialistischen Persönlichkeit‹ sich auch allseitig für Homos bis Heteroflexible entfaltet.«...

Ben Wolf: "Die Ich-Erzählung ist nah am Geschehen, nah an der Alltagssprache, die allerdings am Textbeginn durch bewusst gesetzte Zeilenumbrüche lyrischem Sprechen angenähert wird. Der Erzähler kommentiert wenig und tritt häufig ganz zurück, um die Figuren zu Wort kommen zu lassen."

(In Jahrbuch Sexualitäten 2021, S. 220, Verlag Wallstein)

 

 

 


Rückblick - In der schweren Zeit könnt ihr gern einmal unsere Videos, Bilder, Dokumente lesen und ansehen.

Mein Tipp, die Lesung mit Wolfram Setz nachhören! Zum Download: Mitschnitt der Lesung (28,4 MB). In der Buchhandlung Eisenherz sind erhältlich die Bücher von Pieere Loti: »Mein Bruder Yves«und »Auf fernen Meeren«. 

    Foto: 14. Juli 2020 - Blick den Gemeindesaal; (c) Lothar Dönitz

Rückblicke auf unser erstes Wiedersehen nach dem Lockdown - Unser Sommerfest am 13. Juli 2021 im Hofgarten.
Es war wieder ein sehr schöner Abend, gute Gespräche, gute Stimmung und das Wetter war auch sehr gut.

 

    


Das hast du in der Zeit vor den Lockdown verpasst:

Am 14. Juli 2020 ging es mit Ulrike Heider »Der Schwule und der Spießer« weiter.
Als links engagierte Studentin und Hausbesetzerin war Ulrike Heider mit ein paar zornigen jungen Männern befreundet, die 1971 in Frankfurt am Main die Politgruppe RotZSchwul (Rote Zelle Schwul) gründeten. Die beginnende Schwulenbewegung erschien Heider wie eine zweite 68er-Revolte. Provokation, sexueller Hedonismus und spielerische Aktionsformen knüpften ebenso an den Antiautoritarismus von 1968 an wie an die radikale Kritik an der Gesellschaft, von deren undemokratischen Strukturen bis hin zu Ehe, Familie und schwuler Subkultur.
Roter Faden der Erzählung ist das provokative Leben, das politische und künstlerische Wirken des 1992 an Aids verstorbenen Lyrikers Albert Lörken.

 


Am 1. September 2020 fand in der Immanuelkirche ein Gedenkgottesdienst mit Bischof Dr. Christian Stäblein statt. 

Pfarrer Friedrich Heinrich Klein (*03.08.1905 ⚔  08.1944) war vom 2.6.1935 – 2.1.1943 in der Gemeinde tätig,  wegen homosexueller Handlungen und einer Verurteilung durch ein Reichskriegsgerichtes  wurde er aus dem Dienst entfernt.

Ausführlicher und aktuelles im Menü  Causa Pfarrer Friedrich Klein

Am Dienstag, 8. September 2020 - 19:30 Uhr
Georg Härpfer »Der lange Weg zur Rehabilitierung« (pdf)

Dienstag - 13. Oktober 2020 - 19:30 Uhr
Lesung mit Wolfram Setz »Mein Bruder Yves«
Er stellte uns in einer sehr interessanten Lesung das   jüngste Werk aus der Reihe Bibliothek rosa-Winkel, Bd. 77   vor: »Mein Bruder Yves« von Pierre Loti (*14.01.1850  † 10.06.1923)

Wegen der Corona Krise habe ich den Gesprächsabend spontan aufgezeichnet. Bitte die schlechte Tonqualität zu entschuldigen. Mit dem Einverständnis von Wolfram Setz
veröffentlichen wir hier einen Mitschnitt (01:00:24). Leider steht hier kein Player zur Verfügung, weiter zum Download: ⟩ Mitschnitt der Lesung (28,4 MB). Für den interessanten Abend bedanken wir uns bei Wolfram Setz.